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Typ-2-Diabetes – was passiert in Ihrem Körper?

Wenn Sie Typ-2-Diabetes haben, hört Ihr Körper allmählich auf, genügend Insulin zu produzieren und kann das Insulin, das er effektiv produziert, schlechter nutzen. Mit zu wenig Insulin kann Ihr Körper keine Glukose aus dem Essen absorbieren, das Sie zu sich nehmen, und Ihre Blutzuckerwerte steigen, welches negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit hat.

Es ist wichtig, den Zusammenhang zwischen Insulin, Blutzucker und Ihren durchschnittlichen Blutzuckerwerten (auch als HbA1c bekannt) im Laufe der Zeit zu verstehen, um Typ-2-Diabetes unter Kontrolle zu halten.

Warum ist HbA1c wichtig?

HbA1c ist ein Maß Ihrer Blutzuckerwerte über die letzten zwei bis drei Monate. Ihr Arzt macht einen Bluttest, um Ihren HbA1c-Wert zu messen und verwendet diesen, um einen Zielblutzuckerbereich für Sie zu definieren.

Wenn Sie Typ-2-Diabetes haben, senkt jeder Prozentpunkt, um den sich Ihr HbA1c-Wert reduziert, Ihr Risiko für Komplikationen. Dieses Bild zeigt die HbA1c-Zielbereiche für Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes.

Hohe und niedrige Blutzuckerwerte

Es ist zwar sehr wichtig ist, innerhalb des von Ihrem Arzt festgelegten HbA1c-Bereichs zu bleiben, aber es ist normal, dass Ihr Blutzucker im Laufe des Tages in Abhängigkeit von vielen Faktoren schwankt. Es kann jedoch gefährlich sein, wenn Ihre Blutzuckerwerte über oder unter dem gesunden Bereich liegen und dies nicht behandelt wird.

Was ist hoher Blutzucker?

Hoher Blutzucker, auch als Hyperglykämie oder „Überzuckerung“ bezeichnet, beschädigt Ihre Blutgefäße. Er kann die Zufuhr von Sauerstoff und nährstoffreichem Blut in die Organe und Nerven Ihres Körpers reduzieren und mit der Zeit zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen.

Die Kontrolle Ihrer hohen Blutzuckerwerte hilft, folgende Komplikationen zu vermeiden:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall, verringerte Sehkraft oder Blindheit
  • Nierenerkrankung
  • Nervenprobleme
  • Blockierte Blutzirkulation in den Füßen
  • Amputationen des Beins aufgrund von Wundbrand

Was ist niedriger Blutzucker?

Niedriger Blutzucker, auch als Hypoglykämie oder „Unterzuckerung“ bezeichnet, tritt auf, wenn die Blutzuckerwerte unter 4,0 mmol/l oder 72 mg/dl fallen.

Ein hoher Blutzucker ist langfristig gefährlich, aber niedrige Blutzuckerwerte können Ihrer Gesundheit ebenfalls schaden.

Was sind die Kennzeichen für niedrigen Blutzucker?

Sie haben möglicherweise bereits einen niedrigen Blutzucker erlebt, ohne es zu merken. Menschen mit Diabetes, die Medikamente nehmen, müssen sich der Kennzeichen und Symptome eines niedrigen Blutzuckerspiegels bewusst sein. Dazu gehören unter anderem:

  • Zittern oder Schwächegefühl
  • Schwitzen, Schüttelfrost und Klammheit
  • Verwirrung
  • Kopfschmerzen
  • Schneller Herzschlag
  • Benommenheit oder Schwindelgefühl
  • Nervosität, Angst oder Reizbarkeit
  • Verschwommene oder beeinträchtigte Sicht

Niedriger Blutzucker und seine Symptome können gefährlich sein und Sie sollen wissen, was Sie tun müssen, wenn er auftritt.

Was verursacht niedrigen Blutzucker?

Ein niedriger Blutzucker kann aus vielen Gründen auftreten, unter anderem, wenn Sie:

  • sich ungeplant sportlich betätigen
  • eine Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit verpasst oder verzögert haben
  • zu viel Insulin oder insulinotrope Substanzen nehmen (Substanzen, die eine Insulinausschüttung bewirken und somit ein Sekretionsdefizit behandeln; Sulfonylharnstoffe und Glinide)
  • Alkohol trinken, ohne etwas zu essen
  • stressige Situationen erleben

Behandlung von niedrigen Blutzuckerepisoden

Studien zeigen, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes, die mit Insulin behandelt werden, im Laufe eines Jahres durchschnittlich 23 (leichte oder moderate) niedrige Blutzuckerepisoden erleben.

Die Auswirkungen eines niedrigen Blutzuckerspiegels können von Mensch zu Mensch variieren und Symptome für eine Hypoglykämie können in ihrem Schweregrad von leicht bis schwer schwanken.

Eine wiederholte Hypoglykämie kann im Laufe der Zeit zu einer „Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung“ führen, bei der der Patient die Kennzeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel nicht mehr spürt, welches die Identifikation und die Behandlung erschwert.

Laden Sie den Hypoglykämie-Profiler herunter, um Ihre Unterzuckerungen zu erkennen und zu dokumentieren.


Es ist wichtig, mit einem Arzt oder einer Pflegekraft zu sprechen, wenn Sie niedrigen Blutzucker haben. In einigen Fällen macht es Sinn, für die sofortige Linderung einen Fruchtsaft zu trinken oder 3 Bonbons zu essen oder 3 oder 4 Zuckertabletten zu nehmen, wenn Ihnen diese von Ihrem Arzt oder Ihrer Pflegekraft empfohlen wurden. Im Falle einer Hypoglykämie kann Ihr Arzt Ihnen helfen, die beste Option für Sie zu finden und kann die Dosis Ihrer anderen Antidiabetika anpassen, um das Risiko eines niedrigen Blutzuckers zu reduzieren.

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